Die Vorarlberger Rechtsanwälte

Geldverlust durch Lebensversicherung

Dienstag, 12 April 2016 | Alter: 1 Jahre
Autor: Dr. Hans-Jörg Vogl, Rechtsanwalt in Feldkirch

Sehr viele Konsumenten in Europa dürften bei Abschluss ihrer Lebensversicherung über das bestehende Rücktrittsrecht falsch belehrt worden sein. Zudem wurden sie zumeist im Hinblick auf zu erwartende Erträge (sog. Renditen) nicht oder falsch informiert.

Betroffene: Nach statistischen Erhebungen existieren in Österreich und Deutschland mehr Lebensversicherungsverträge, als es überhaupt Einwohner gibt. Betroffen von der falschen Rücktrittsbelehrung und dem „Renditenschwindel“ sind regelmäßig Kunden, die in eine fondsgebundene Lebensversicherung ab 1994 investiert haben.

Falsche Rücktrittsbelehrung: Im Rahmen eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) wurde 2013 geklärt, welche zwingenden Mindestanforderungen eine Rücktrittsbelehrung haben muss. Diesem Urteil folgen inzwischen die nationalen (Höchst-)Gerichte und steht fest, dass fast kein Lebensversicherungsvertrag den Mindeststandards entspricht.

Renditen: Zudem wurden den Kunden vielfach Renditen, welche ihnen zugutekommen sollten, von mindestens 6% versprochen. Nur dann, wenn mit dem in der Lebensversicherung angelegten Geld 30 % pro Jahr erwirtschaftet wird, bleiben dem Kunden die versprochenen  6 %/Jahr. Ein Ziel, welches von vorneherein zum Scheitern verurteilt war.

          Die Erfahrung zeigt, dass Versicherungsunternehmen meist erst dann reagieren, wenn gerichtliche Schritte gesetzt werden. Den Betroffenen ist daher eine fachkundige, rechtliche Beratung/Vertretung zu empfehlen. 

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