Die Vorarlberger Rechtsanwälte

GmbH zur Immobilienverwaltung

Montag, 18 Dezember 2017 | Alter: 37 Tage
Autor: MMag. Dr. Christoph Eberle, Rechtsanwalt in Lauterach

Nach wie vor ist die Veranlagung des Vermögens in Form von Immobilien (Mietwohnungen, Geschäftsräumlichkeiten, etc.) hoch im Kurs. Sobald ausreichendes Vermögen vorhanden ist oder bereits mehrere Immobilien angeschafft wurden, kann es steuerlich in mehrerlei Hinsicht sinnvoll sein, eine GmbH zu gründen und vorhandene Immobilien dort einzubringen oder Immobilien direkt durch die GmbH anzuschaffen.

Steuervorteile

Wenn die GmbH als Eigentümerin und Vermieterin die Mieteinnahmen nicht ausschüttet, sind die Mieteinnahmen lediglich mit Körperschaftssteuer von 25% zu versteuern (dem gegenüber steht ein Spitzensteuersatz von bis zu 50% für Einkommen aus Vermietung und Verpachtung der Privatimmobilie). Oft ist eine Gewinnausschüttung aus der GmbH, die mit (weiteren) 27,5% Kapitalertragsteuer zu versteuern wäre (damit gesamt 45,63%), gar nicht erforderlich, da der Gesellschafter über anderweitiges Einkommen verfügt (Einkommen aus Arbeitstätigkeit, sonstiges Einkommen). Damit können 75% der Mieteinnahmen der GmbH zum Ankauf neuer Immobilien reinvestiert werden.

Verkauf

Im Falle eines Verkaufes der Immobilie durch die GmbH fällt überdies keine Immobilienertragsteuer, sondern lediglich die günstigere Körperschaftssteuer an.

Erbschaft

Schließlich entfällt bei Übertragung der GmbH-Anteile an die Erben die Grunderwerbsteuer (die nach der neuen Rechtslage auch bei einer Erbschaft mit bis zu 3,5% des Verkehrswertes hoch sein kann) an, wenn nicht einem Erben alle Anteile zufallen.

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