Die Vorarlberger Rechtsanwälte

Hilfe für geprellte Anleger

Samstag, 01 August 2009 | Alter: 9 Jahre
Autor: MMMag. Dr. Franz-Josef Giesinger, Götzis

Dramatisch fallende Börsenkurse, Strafanzeigen gegen Entscheidungsträger in vormals renommierten Unternehmen (AvW, Meinl), mangelnde Aufklärung durch Anlageberater - nicht immer muss ein geprellter Anleger den Verlust seines investierten Kapitals in Kauf nehmen.

Beratungsvertrag: Grundlage für das Investment bildet ein abgeschlossener Beratungsvertrag, wobei der Anlageberater beweispflichtig für eine anlage- und anlegergerechte Beratung ist. Häufig wird der Anleger nicht über die Gebühren- und Provisionsbelastung, Veranlagungsrisiken und geeignete Veranlagungsprodukte aufgeklärt. Begeht der Anlageberater eine Pflichtenverletzung, wird er gegenüber dem Anleger schadenersatzpflichtig.

Verschärfte Haftung: Nach der Umsetzung einer EU-Richtlinie sind durch Bestimmungen im Wertpapieraufsichtsgesetz die Kriterien für die Haftung eines Anlageberaters verschärft worden. So sind Privatkunden ausreichend und in verständlicher Form über Risken aufzuklären.

Privatbeteiligtenanschluss: Ansprüche können möglicherweise auch gegen das Unternehmen, in welches investiert wurde, geltend gemacht werden. Teilweise bietet ein Privatbeteiligtenanschluss im Strafverfahren eine kostengünstige Variante, um einen durchsetzbaren Anspruch zu erlangen.

Ein Beratungsgespräch und eine Sondierung der Unterlagen verschafft in vielen Fällen bereits Klarheit über mögliche Chancen und Risken, das Investment rückgängig zu machen bzw. den Schaden auszugleichen. Sollte eine allgemeine Vertragsrechtsschutzversicherung bestehen, übernimmt die Versicherung allenfalls den Honoraranspruch des Rechtsanwaltes.


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