Die Vorarlberger Rechtsanwälte

Immobiliensteuer auf private Liegenschaftsverkäufe - ein Überblick

Samstag, 12 Mai 2012 | Alter: 7 Jahre
Autor: Dr. Armin Bonner, Rechtsanwalt in Feldkirch

Seit 01. 04. 12 sind Erlöse aus privaten Liegenschaftsverkäufen grundsätzlich steuerpflichtig. Neben der bisher bereits vom Käufer zu entrichtenden Grunderwerbsteuer und Eintragungsgebühr hat der Verkäufer nun auch den Erlös aus dem Verkauf der Liegenschaft nach dem Einkommensteuergesetz zu versteuern.

Steuerfrei: Unter bestimmten Voraussetzungen nach wie vor steuerfrei ist der Verkauf des eigenen Wohnsitzes.  Sollte ein Verkauf des Wohnsitzes demnächst anstehen, ist es ratsam, vor dem Auszug aus der Eigentumswohnung oder dem Wohnhaus eine rechtliche Beratung über die Voraussetzungen der Streuerfreiheit einzuholen.

Steuersatz: Wesentlich für die Bestimmung des Steuersatzes, der von 3,5% bis 25 % differieren kann, sind Fragen nach  dem seinerzeitigen Kaufpreis der Liegenschaft, einer möglichen Umwidmung im Flächenwidmungsplan nach dem Stichtag 31.12.1987, aber auch Kosten der Vertragsabwicklung.

Erklärung: Diese ist im Zuge der Abgabenerklärung oder Selbstberechnung der Grunderwerbsteuer durch den Vertragserrichter (Rechtsanwalt oder Notar) an das Finanzamt zu richten und vom Vertragserrichter auch in der gemeldeten Höhe abzuführen.

Sorgfaltspflicht: Für den potentiellen Verkäufer bedeutet die neue Steuer neben der finanziellen Belastung vor allem auch eine erhöhte Sorgfaltsverpflichtung bei der Aufbewahrung von  Herstellungs- und Sanierungsrechnungen sowie Honorarrechnungen betreffend die Kosten des seinerzeitigen Liegenschaftserwerbes, da diese Aufwendungen, wenn sie nachgewiesen werden können, die Bemessungsgrundlage für die Steuer herabsetzen können. 

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