Die Vorarlberger Rechtsanwälte

„Krampus brandgefährlich“

Samstag, 13 Dezember 2008 | Alter: 11 Jahre
Autor: Dr. Markus Walla, Rechtsanwalt in Dornbirn

Die fünfte Jahreszeit hatte am 11.11. wieder den offiziellen Startschuß, und auch der Advent hat uns spätestens jetzt vollständig in seinen von Kerzenschein getragenen Bann gezogen.

Beiden Zeiten ist – neben dem gesteigerten Interesse des einen oder anderen an Prozentigem – gemein, daß auch der Drang nach Verkleidungen aller Orten rapide zunimmt. War gerade noch der Nikolaus mit seinem unterschiedlichen Gefolge unterwegs, so werden in Kürze Narren in ihren Kostümierungen unsere Straßen und Lokale in Beschlag nehmen. Auch der einer Idee eines amerkanischen Softdrinkherstellers entsprungene Mister „Ho-ho-ho“, wollen wir an dieser Stelle nicht vergessen.

Kostüm in Brand:

Daß Kostüme im wahrsten Sinne des Wortes aber brandgefährlich sein können, mußten auch mehrere „Krampusse“ leidlich erfahren, die als Gäste in einem Lokal zu nahe an einen dort in der Raummitte ohne Absperrungen aufgestellten Gasofen gerieten. Dabei gerieten die leicht brennbaren Teile ihrer Verkleidungen sofort in Brand und trugen die Betroffenen hierdurch schwere Verbrennungen davon.

Haftungsteilung

Als es um die Ansprüche der solchermaßen verletzten „Krampusse“ ging, hat der OGH hierzu festgehalten, daß den Lokalwirt aufgrund eines Verstoßes gegen die ihn treffenden Verkehrssicherungspflichten jedenfalls ein Verschulden trifft. Nach Ansicht des Gerichtes hatten aber die „Krampusse“ den größeren Teil des Verschuldens zu verantworten. Die Tatsachen, daß bewusst hoch brennbare Materialien verwendet wurden, und verschärfend das Gesichtsfeld zur Erkennung von Zündquellen maskenbedingt erheblich eingeschränkt war, und im Gastlokal mit Drängereien und unübersichtlichen Situationen gerechnet werden musste, wurden den Kostümierten als erhebliche Sorglosigkeiten angelastet.

Das sollte doch zu denken geben. Passen Sie auf sich auf.

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