Die Vorarlberger Rechtsanwälte

Neues zur GmbH light (schon wieder überholt)

Montag, 10 März 2014 | Alter: 5 Jahre
Autor: Dr. Gerhard Scheidbach, Rechtsanwalt in Feldkirch

Erst mit dem Gesellschaftsrechtsänderungsgesetz 2013 wurde das Mindeststammkapital der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) auf 10.000 Euro herabgesetzt. Offenbar aus steuerrechtlichen Erwägungen wurde diese Herabsetzung mit dem Abgabenänderungsgesetz 2014 rückgängig gemacht und das Mindeststammkapital wieder auf 35.000 Euro, erhöht.

Die Änderungen sind mit 01. 03 2014 in Kraft getreten.

Gründungsprivilegierung

Neu zu gründende Unternehmen können allerdings längstens für einen Zeitraum von 10 Jahren ab Eintragung im Firmenbuch eine „Gründungprivilegierung“ in Anspruch nehmen. Dazu ist im Gesellschaftsvertrag für jeden Gesellschafter die Höhe der gründungsprivilegierten Stammeinlage festzusetzen, die nicht höher als die jeweils übernommene Stammeinlage sein darf. Die Summe der gründungsprivilegierten Stammeinlagen muss mindestens 10.000 Euro betragen. Auf diese Stammeinlagen müssen insgesamt mindestens 5.000 Euro eingezahlt werden, wobei Sacheinlagen ausgeschlossen sind.

Keine Verpflichtung zur Gründungsrücklage

Die noch in der Regierungsvorlage vorgesehene Verpflichtung zur Gründungsrücklage ist entfallen. Es liegt in der Verantwortung der Gesellschafter, wie sie die nach Auslaufen der Gründungsprivilegierung zu leistenden weiteren Einzahlungen aufbringen. Ebenso entfallen ist die in der Regierungsvorlage vorgesehene Verpflichtung, auf den Geschäftspapieren auf die Gründungsprivilegien hinzuweisen.

Verpflichtung zur Kapitalerhöhung

Bereits bestehende GmbH´s mit weniger als 35.000 Euro Stammkapital müssen bis längstens 01. 03. 2024 eine Kapitalerhöhung auf diesen oder einen höheren Betrag durchführen.

Lassen Sie sich über die Möglichkeiten im Zuge einer Gesellschaftsgründung beraten.

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