Die Vorarlberger Rechtsanwälte

Post von der "Kanzlei Schmidt" aus Berlin

Samstag, 24 September 2016 | Alter: 1 Jahre
Autor: Dr. Ingo Breuß, Vorarlberger Rechtsanwaltskammer

Eines gleich vorweg: sollten Sie eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzungen und Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung und Zahlung erhalten haben, es handelt sich um eine Aussendung mit betrügerischer Absicht. 

Internetadresse gefakt

Eine Rechtsanwaltskanzlei Jörg Schmidt in Berlin gibt es nicht und handelt es sich bei der angegebenen Internetadresse um eine gefakte Seite auf der dann auch Tipps enthalten sind, wie man sich bei einer erhaltenen Abmahnung verhalten soll.

Kein Rechtsanwalt

Auch die für Berlin zuständige Rechtsanwaltskammer warnt vor der „Kanzlei Schmidt“ und teilt auf ihrer Internetseite mit (www.rak-berlin.de) mit, dass keine der auf dem Briefkopf genannten Personen zur Rechtsanwaltschaft zugelassen sind und empfiehlt, sich direkt an die Staatsanwaltschaft zu wenden. 

Firmen betroffen

Betroffen dürften hauptsächlich Firmen sein. Die Masche: Es wird vorgeworfen, Pornofilme eines niederländischen Unternehmens illegal verwertet zu haben. Wie gefinkelt der oder die Betrüger agieren lässt sich dadurch erkennen, dass es das als Mandantin angeführte Unternehmen „abbywinters.com“ tatsächlich gibt.

            Es empfiehlt sich daher, weder eine Unterlassungserklärung abzugeben, noch - auf keinen Fall - Zahlungen zu leisten. In der Abmahnung wird nämlich angeboten, die Angelegenheit mit einem Vergleichsbetrag in der Höhe von € 950,00 „auszugleichen“.

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