Die Vorarlberger Rechtsanwälte

Smartphone & Co am Arbeitsplatz

Montag, 14 März 2016 | Alter: 2 Jahre
Autor: Dr. Chrstine Knecht-Kleber, Rechtssanwältin in Dornbirn

Viele Arbeitnehmer möchten auf die Nutzung ihres eigenen Smartphones oder Tablets im beruflichen Alltag nicht mehr verzichten und die private und dienstliche Kommunikation von einem einzigen Gerät aus erledigen. Dieser Trend nennt sich BYOD (Bring your own device).

Die Vorteile: Der Arbeitnehmer hat einen gesteigerten Komfort, ist flexibler und besser erreichbar. Der Arbeitgeber erspart sich u.a. die Anschaffungskosten firmeneigener Mobilgeräte.

Die Schattenseite: Durch den Einsatz von privaten Endgeräten werden sensible und vertrauliche Firmeninformationen auf einfach strukturierten Endgeräten gespeichert und verarbeitet. Die Wahrung der Datensicherheit wird auf den einzelnen Mitarbeiter übertragen. Ohne vertragliche Vereinbarung kann der Arbeitnehmer als Eigentümer des Geräts grundsätzlich nicht gezwungen werden, Einschränkungen oder Kontrollen bei der Nutzung seines eigenen Geräts hinzunehmen. Der unkontrollierte Einsatz privater Geräte bedeutet aber ein Sicherheits- und Haftungsrisiko für den Arbeitgeber. Andererseits gilt es die Privatsphäre des Mitarbeiters zu wahren und vor dem Zugriff des Arbeitgebers auf sein Gerät zu schützen.

Die Lösung: Will ein Unternehmen BYOD zulassen, ist der Abschluss von Einzelvereinbarungen mit den Mitarbeitern unbedingt anzuraten. Ergänzend sollte eine unternehmensweite BYOD-Richtlinie die rechtlichen Fragen bezüglich Arbeitsrecht, Datenschutzrecht, Urheberrecht und Strafrecht klären. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Arbeitgeber profitieren von den klaren Regeln. Die Sicherheit von Unternehmens- und Personendaten ist gewährleistet und Haftungen gegenüber Dritten können ausgeschlossen werden. 

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