Die Vorarlberger Rechtsanwälte

"Wenn der Ermittler zweimal klingelt"

Montag, 02 Dezember 2013 | Alter: 5 Jahre
Autor: Dr. Rico Folie, Rechtsanwalt in Bludenz

In den Medien war in der jüngeren Vergangenheit immer wieder von Hausdurchsuchungen die Rede. Die unterschiedlichen Ermittlungsbehörden machen vermehrt von dieser Möglichkeit der Prüfung bei einem Verdacht Gebrauch.

Durchsuchung in Firmen: Besonders Unternehmen sollten sich mit dieser Realität auseinander setzen. Kein Unternehmen ist davor gefeit, Ziel einer Hausdurchsuchung zu werden. Denn eine Hausdurchsuchung muss nicht bei dem Unternehmen stattfinden, gegen das sich ein Verdacht richtet. Sie kann zB auch bei einem Unternehmen stattfinden, das Geschäftsbeziehungen zum verdächtigen Unternehmen unterhält.

Vorbereitung: Jedes Unternehmen sollte daher dringend über eine Checkliste oder einen Notfallplan für eine Hausdurchsuchung verfügen. Eine solche Checkliste und die Beschäftigung mit dem Thema im Zuge ihrer Erstellung machen den entscheidenden Unterschied, wenn etwa der Staatsanwalt oder die Ermittler der Bundeswettbewerbsbehörde vor der Tür stehen. Denn eine Hausdurchsuchung ist eine Stresssituation für alle Beteiligten.

Ungewöhnliche Situation: Die rechtzeitige Beschäftigung mit dem Thema und die Checkliste erleichtern den betroffenen Mitarbeitern, vom Empfang bis zur Geschäftsführung, den Umgang mit dieser für sie ungewohnten und stressigen Situation.

Dabei gilt: Freundlichkeit und Kooperation helfen weiter, vorauseilender Gehorsam ist fehl am Platz. Widerstand ist meist strafbar, Lamentieren und Interventionen sind in der Regel sinnlos. Die Vorbereitung macht den entscheidenden Unterschied.

 

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