Die Vorarlberger Rechtsanwälte

"Wenn man flügge wird"

Samstag, 02 Juli 2011 | Alter: 7 Jahre
Autor: Dr. Ingo Breuß, Vorarlberger Rechtsanwaltskammer

Die Urlaubszeit naht. Allerdings kann die Freude auf entspannte Tage schon vor dem Abflug getrübt werden ober man bleibt, jedoch unfreiwillig, an seinem Urlaubsort „sitzen“. Es stellt sich dann die Frage, wie der Reisende zu seinem Recht kommt.

Fluggastrechte: Die Fluggastrecht-Verordnung der EU regelt diese Rechte von Reisenden und zwar sowohl auf Linien- als auch auf Charterflügen. Die Verordnung unterscheidet drei Arten von Leistungsstörungen.

-        Nichtbeförderung: Dies kommt insbesondere bei Überbuchungen vor. Von der Rückerstattung des Ticketpreises, einer anderweitigen Beförderung, Fluggutscheine bis zu einer Ausgleichszahlung reicht die Palette als Gegenleistung für die Unannehmlichkeiten.  

-        Annullierung: Der Fluggast hat die Wahl zwischen Rückerstattung des Ticketpreises oder einer anderen Beförderung zum Endziel. Ausgleichszahlungen stehen nur bei außergewöhnlichen Umständen zu. Die Praxis zeigt jedoch, dass nicht immer die vollen Kosten ersetzt werden.

-        Verspätung: Dem betroffenen Passagier stehen insbesondere Unterstützungs- bzw. Betreuungsleistungen zu: Verpflegung, Hotel, Transfer, die Möglichkeit zur Telekommunikation. Bei einer Verspätung von mehr als fünf Stunden hat man alternativ auch das Recht auf eine spätere Beförderung oder Rückerstattung des Ticketpreises.

Anwendbar ist die Verordnung nicht nur bei Flügen innerhalb der EU, sondern auch bei Flügen von einem Drittstaat in die EU. Allerdings muss man dann mit einer Fluggesellschaft aus der EU fliegen.

Guten Flug!

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