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Geld bei Verlust eines Haustieres?

Erstellt von Mag. Sebastian Smodics, Rechtsanwaltsanwärter in Hard | |   Aktuelles Recht

Hunde, Katzen & Co sind für manche mehr als nur Haustiere. Doch auch wenn eine starke emotionale Bindung besteht, ist die juristische Behandlung nicht die gleiche wie beim Verlust eines nahen Angehörigen.

„Trauergeld“ beim Verlust naher Angehöriger

Unter dem sogenannten „Trauerschmerzengeld“ versteht man einen ideellen Schadenersatzanspruch der Hinterbliebenen. Der Ersatz wird für den erlittenen Seelenschmerz infolge des Verlusts des Angehörigen gewährt. Der Anspruch kann gegenüber demjenigen geltend gemacht werden, der den Tod des Angehörigen rechtswidrig sowie grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht hat.

Aktuelle Entscheidung

Erst kürzlich hatte der Oberste Gerichtshof (OGH) über den Anspruch auf Trauerschmerzengeld beim Verlust eines Haustieres zu entscheiden. Im konkreten Fall war der „Familienhund“ des Klägers im Zuge eines Autounfalls verstorben. Der Hund war „wie ein Kind gepflegt“ und mit „Hundesalons, Hundemoden, veganem Hundefutter und Hundewellness“ verwöhnt worden. Aufgrund der emotionalen Bindung wurde ein Anspruch auf Trauerschmerzengeld wie beim Verlust eines Angehörigen erhoben.

OGH verneinte Anspruch, aber…

Tiere sind nach dem Gesetz zwar keine Sachen – sie werden jedoch rechtlich wie Sachen behandelt. Aus diesem Grund verneinte der OGH den Ersatzanspruch, da es sich bei einem Hund nicht um einen nahen Angehörigen handeln kann. Für die Zerstörung von Sachen (Tötung von Tieren) kann jedoch an Stelle des Trauerschmerzengeldes ein Anspruch auf Ersatz des „Werts der besonderen Vorliebe“ erhoben werden, wenn die Sache (das Tier) mutwillig oder durch ein strafrechtlich verbotenes Verhalten zerstört (getötet) wird. Das träfe etwa auch bei Tierquälerei zu.

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