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Maklergesetz neu

Erstellt von Dr. Günter Flatz, Rechtsanwalt in Feldkirch | |   Aktuelles Recht

Mit 01.07.2023 trat eine Änderung des Maklergesetzes in Kraft und gilt für die Maklerprovision für die Vermittlung von Mietverträgen das Besteller- bzw. Erstauftraggeberprinzip. Die Maklerkosten sollen dann von demjenigen übernommen werden, der den Auftrag gegeben hat. Dadurch soll es zu Erleichterungen für Wohnungssuchende kommen.

Provision

Wenn also ein Vermieter als erster Auftraggeber einen Immobilienmakler mit der Vermittlung eines Wohnungsmietvertrags beauftragt hat, kann der Immobilienmakler nur mit dem Vermieter eine Provision vereinbaren. Mit einem Wohnungssuchenden kann ein Immobilienmakler nur dann eine Provision vereinbaren, wenn ihn dieser als erster Auftraggeber mit der Vermittlung eines Wohnungsmietvertrags beauftragt hat.

Vereinbarung

Der wesentliche Inhalt dieser neuen Bestimmung ist somit das Verbot der Vereinbarung einer Provision mit dem Mietinteressenten, wenn der Makler bereits vom Vermieter mit der Vermittlung des Objekts beauftragt worden ist. In diesen Fällen kann der Makler nur mehr mit dem Vermieter eine Provision vereinbaren.

Benachteiligung

Bisher mussten Mieter eine Maklerprovision zahlen, obwohl sie diese Dienstleistung gar nicht beauftragt haben. Dies war eine ungerechtfertigte Benachteiligung, die nun ab 01. Juli 2023 beseitigt wird.

In Zukunft sollen Mieter für die Vermittlung von Wohnungsmietverträgen nur noch dann provisionspflichtig werden, wenn sie einen Maklervertrag schließen, bevor auch der Vermieter einen solchen mit dem Makler geschlossen hat. Wenn der Vermieter die Wohnungsvermittlung über den Makler zuerst veranlasst hat, müssen Mieter künftig nicht mehr dafür bezahlen. Natürlich können Sie auch weiterhin selbst einen Makler provisionspflichtig mit der Suche einer Wohnung beauftragen.

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